Unser Bornholmbesuch begann am 12. März 2005. Wir erreichten am Vormittag Rønne und besorgten uns bei der dortigen Touristeninformation die Schlüssel für unser Ferienhaus. Der Empfang war sehr nett. Neben einer ausführlichen Einweisung bezüglich unseres Ferienhauses wurden wir mit zahlreichen Infos über Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten bedacht. Nachmittags bummelten wir durch Rønne, kauften in einem Angelladen ein paar Meerforellenblinker ein und besuchten das große Einkaufszentrum in der Stadt.

Den Sonntag nutzten wir, um uns mit der Umgebung useres Ferienhauses in Svaneke vertraut zu machen. Wir erfreuten uns am Anblick der alten, schönen Fachwerkhäuser im Ort sowie des malerischen Hafens. Auf unserem Spaziergang gelangten wir auch zu dem alten, mit Kanonen ausgerüsteten Befestigungswall nahe der Küste.Weil das Wetter an diesem Tag so angenehm war, machten wir eine lange Wanderung die Küste entlang. Am späten Nachmittag kundschafteten wir dann noch mit dem Auto mehrere Angelplätze aus, darunter Svaneke, Årsdale, Nexø, Snogebæk usw.

Am Montag besorgten wir uns bei der Touristeninformation im Ort Angelkarten. Außerdem besichtigten wir die dortige Bonbonfabrik und entdeckten eine Kaffeerösterei sowie eine Glasbläserei. Am Abend besuchten wir das Brauhaus im Ort, wo wir bei köstlichem Dunkelbier ein ebenso leckeres Essen zu uns nahmen.

Tags drauf zog es uns an die Küste zum Fischen. Zuerst verschlug es uns nach Øster Sømarken. Dort erschwerte jedoch starker Seegang die Angelei. Deshalb wechselten wir den Standort und fuhren nach Snogebæk. Dort war die See ruhiger und das Fischen angenehmer. Während Kalle mit der Fliegenrute den Meerforellen nachstellte, versuchte es Karin mit Sbirulino und Fliege. Weil Bisse ausblieben, wechselten wir gegen Abend noch einmal den Angelplatz und fischten in Svaneke in der Nähe des Leuchtturms. Doch auch dort war an diesem Tag keine Meerforelle zu überlisten. Sturm und Regen hielten uns am Mittwoch Vormittag vom Wasser fern.

Stattdessen besichtigten wir die Mühle im Ort und tranken in der Kaffeerösterei gemütlich Kaffee. Ein Stück Kuchen durfte natürlich auch nicht fehlen. Nachmittags flaute der Wind etwas ab, so dass wir erneut am Leuchtturm von Svaneke auf Meerforelle fischten (Wassertemperatur 2,2°C). Doch schon bald kehrte der Sturm zurück und wir stellten die Angelei für diesen Tag ein. Am Donnerstag blies zwar wieder ein kräftiger Wind, doch diesmal aus südwestlicher Richtung, so dass auf unserer Seite der Insel das Angeln möglich war. Und so gelang Kalle am Nachmittag auch der Fang einer 56 cm langen Meerforelle in Frenneodde (Wassertemperatur 3,2°C). Erbeutet wurde der Fisch mit Sbirulino und roter Palmerfliege. Die Forelle wurde zurückgesetzt, weil sie sehr schlank war und noch eine Schwanzverletzung vom Laichgeschäft trug.

Fazit:
Der Bornholmbesuch hat uns viel Freude bereitet. Auf Bornholm gab es vieles zu entdecken und wir wurden überall auf der Insel mit offenen Armen und überaus freundlich empfangen. Bornholm ist – auch Anfang März! – eine Reise wert und man kann neben der Angelei selbst zu dieser verhältnismäßig ungemütlichen Jahreszeit vieles auf der schönen Insel unternehmen und entdecken. Vielen Dank, dass Sie uns diese Reise ermöglicht haben.

Liebe Grüße aus Neustadt an der Ostsee
Karin & Karl-Heinz Rohde

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